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Körnermais

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Über Körnermais

Die Wiege des Mais (Zea mays L.) liegt in Zentralmexiko. Es ist unstrittig, dass der Vorfahre der heutigen Kulturpflanze das Wildgras Teosinte ist. Denn das unterscheidet sich bei Blüte und Chromosomenzahl nicht von der Maispflanze, die wir heute kennen. Jedoch sind sehen die Fruchtstände anders aus: Statt eines Kolbens bildet Teosinte zwei Reihen mit rechteckigen Körnern, die an einer dünnen Ährenachse sitzen. Sobald die Körner reif sind, fallen sie ab. Dass der Kulturmais Kolben ausbildet und sich die Körner nicht mehr selbstständig lösen, gilt heute als eine der größten Domestizierungsleistungen des Menschen. In Lateinamerika und Afrika ist Körnermais das Grundnahrungsmittel. Bei der weltweiten Getreideernte liegt Mais auf Platz 1 vor Weizen und Reis. Die einjährige Pflanze gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Als sogenannte C4-Pflanze ist Mais in der Lage, schon mit geringen Konzentrationen an Kohlendioxid Fotosynthese zu betreiben. Damit ist Mais vor allem an subtropische und tropische Regionen angepasst. Pflanzen schließen üblicherweise bei hohen Temperaturen ihre Spaltöffnungen (Stomata). Damit verhindern sie Wasserverluste durch Transpiration. Als unerwünschter Nebeneffekt wird aber die Fotosynthese ausgebremst. Die Aufnahme von CO2 wird erschwert und weniger Zucker produziert. C4-Pflanzen haben dagegen einen Mechanismus entwickelt, um auch bei fast geschlossenen Stomata geringste CO2-Mengen zu nutzen. Außerdem benötigt Mais relativ wenig Wasser zur Produktion von Biomasse. Bei Untersuchungen unter hiesigen klimatischen Bedingungen zeigte sich, dass Mais zur Erzeugung von 1 kg Trockenmasse (TM) 100 bis 300 l Wasser benötigt, Gerste dagegen 220 bis 300 l und Weizen 300 bis 400 l. Die Ansprüche der Maispflanze an den Boden stehen in Wechselwirkung mit dem Klima und der Wasserversorgung. Als wärmeliebende Pflanze gedeiht Mais auf humusreichen Böden mit stabiler Krümelstruktur besonders gut. Ein erfolgreicher Anbau ist aber auch in kälteren Anbauregionen möglich, wenn sich die Böden rasch erwärmen und die Niederschläge günstig verteilt sind. Um Körnermais ernten zu können, muss die Pflanze komplett abreifen. Für die Druschreife sollte der Mais einen Trockenmassegehalt von 65 Prozent aufweisen. Im Anschluss an die Ernte ist in der Regeleine Trocknung notwendig, um den Mais lagern zu können. Weltweit sind Produktion und Verbrauch von Körnermais in den vergangenen zehn Jahren konstant gestiegen. Auf 203 Mio. ha weltweiter Körnermaisfläche wurden im Erntezeitraum 2021/22 rund 1,2 Mrd. t Körnermais erzeugt. Größter Erzeuger sind die USA (32 Prozent). In Deutschland wächst die Kultur auf 0,42 Mio. ha. Der größte Teil des hierzulande produzierten Körnermaises wird als Futter für Nutztiere verwendet, ein kleiner Teil wird energetisch etwa in Biogasanlagen genutzt. Nur ein geringer Teil des hier produzierten Körnermaises wird für die Produktion von Maismehl, -stärke, -grieß oder Cornflakes genutzt.

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