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Sommerweizen

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Über Sommerweizen

Im Gegensatz zum Winterweizen braucht der Sommerweizen (Triticum aestivum) keinen Kältereiz, die sogenannte Vernalisation, um das Schossen und die Blüte auszulösen. Sobald der Boden am Ende des Winters genügend abgetrocknet und befahrbar ist, kann der Sommerweizen ausgesät werden. Je früher die Aussaat möglich ist, desto besser lässt sich die zur Verfügung stehende Vegetationsphase zum Wachstum ausnutzen. Da Sommerweizen selbst bei idealen Wachstumsbedingungen 20 Prozent weniger Ertrag als Winterweizen bringt, ist er bei Landwirten weniger beliebt, bietet als Sommerung aber mehr Möglichkeiten der chemischen und nichtchemischen Unkrautbekämpfung im Frühjahr. 2022 lag die Anbaufläche für Winterweizen in Deutschland bei 2,9 Mio. ha mit im Schnitt 76 dt/ha – beim Sommerweizen waren es gerade einmal 52.000 ha mit durchschnittlich 55 dt/ha. Trotz der geringeren Erträge kann sich der Anbau von Sommerweizen aber lohnen. Hierbei ist vor allem der positive Effekt von Sommerungen bei der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz zu nennen. Sommerweizen keimt schon bei deutlich geringeren Temperaturen als der gefürchtete Konkurrent um Wasser, Licht und Nährstoffe. Durch den Wachstumsvorsprung hält er so das Ungras in Schach. Ein Risiko beim Anbau von Sommerweizen ist die geringe Anpassungsfähigkeit unter ungünstigen Witterungsverhältnissen. Sowohl Trockenperioden im Sommer als auch anhaltendes kühles und nasses Wetter führen zu deutlich reduzierten Erträgen. Sommerweizen muss in viel kürzerer Zeit als Winterweizen wurzeln und wachsen und kann darüber hinaus die Winterfeuchte kaum nutzen. Frühsommertrockenheit kann sich daher umso stärker auswirken. Auf geeigneten Standorten ist Sommerweizen trotzdem meist rentabler als Sommerfuttergerste oder -hafer. Sommerweizen kann zudem Lücken nach Frostschäden und Umbrüchen schließen: Wenn Winterweizen nach extremem Winterfrost unter -15 bis -20 Grad Celsius abstirbt, kann Sommerweizen nachgesät werden. So lässt sich weiterhin das ganze Feld einheitlich als Weizen düngen, gegen Schaderreger schützen und später beernten. Qualitativ wertet er dabei den Winterweizen sogar auf, weil seine Backeigenschaften besser sind. In nördlicheren und durch kontinentales Klima geprägten Ländern stoßen Winterweizensorten aufgrund der begrenzten Frosttoleranz noch schneller an ihre biologischen Grenzen. Hier dominieren die Sommerformen. In Kanada liegt die Anbaufläche von Sommerweizen deutlich über der von Winterweizen.

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